Sylt tischt auf

Sylt hat seinen Besuchern in jeder Hinsicht viel zu bieten, und das gilt auch für den gastronomischen Bereich: Eine kulinarische Entdeckungsreise durch die gastlichen Stuben der Insel würde Monate in Anspruch nehmen, bescheren doch mehr als 250 Betriebe dem Gast die Qual der Wahl. In allen Inselorten tischen die Köche nach Belieben auf: Köstlichkeiten aus den Tiefen des Meeres, deftige Hausmannskost, leichte Snacks und erlesene Delikatessen. Ob uriger Gasthof oder ausgesuchter Feinschmecker-Tempel – auf Sylt wird etwas für jeden Geschmack und jedes Portemonnaie geboten. Auf den Speisekarten dominiert zu Recht die regionale Küche, und das bedeutet: Fisch in mannigfacher Zubereitung, oftmals nach gut gehüteten Familienrezepten. Denn die Jahrhunderte hindurch bildete Fisch für die Sylter eine wesentliche Grundlage der Ernährung; der Fisch ließ sich praktisch vor der Haustür fangen und war entsprechend preiswert. Heute werden die Spezialitäten des Meeres in nahezu allen Häusern in großer Vielfalt angeboten – von der Scholle bis zur Seezunge, vom Kabeljau bis zur Meeräsche, von der Krabbe bis zum Hummer. Aber keine Angst: Natürlich verstehen sich die Sylter Köche auch auf die Zubereitung von Fleisch und anderen Speisen.

Das Ambiente der hiesigen Lokalitäten ist sehr abwechslungsreich:
Luftigen Genuß verspricht beispielsweise »Gosch« am Lister Hafen, in dezentem Understatement »Deutschlands nördlichste Fischbude« genannt; wer´s lieber festlich mag, der ist zum Beispiel in dem legendären Restaurant »Gogärtchen« in Kampen oderin dem renomierten Feinschmeckerlokal »Jörg Müller« in Westerland an der richtigen Adresse.

Viele der führenden Sylter Restaurants findet man in schmucken, fürdie Insel typischen Reetdachhäusern; diese Betriebe zeichnen sich oftmals durch ihr apartes Ambiente aus, etwa mit Holzvertäfelungen oder den typischen Fliesenornamenten.
Speisen unter Reet bringt neben dem Flair noch einen ganz praktischen Vorteil mit sich: Im Winter speichern die mit Schilf gedeckten Dächer die Wärme im Haus, im Sommer bleibt es angenehm kühl.

Doch auf Sylt läßt es sich nicht nur gut speisen, sondern auch angenehm übernachten.

Neben zahlreichen Ferienwohnungen und Pensionen versprechen auch mehrere namhafte Hotels stilvolles Ambiente und höchsten Komfort. Stellvertretend sei hier der Keitumer »Benen-Diken-Hof«genannt und in Kampen der »Walter's Hof« die von bekannten Gastronomieführern schon mehrmals zu Deutschlands besten Hotels gekürt wurden.
So verwundert es denn auch nicht, wenn Peter Schnittgard, Geschäftsführer der Bädergemeinschaft Sylt, betont » Der hohe Standard der Sylter Gastronomie und Hotellerie ist eine wesentliche Voraussetzung für einen gelungenen Urlaub«.

Noch eine Berufsgruppe soll dabei nicht vergessen werden. Denn während die Sylter und ihre Gäste dem nächsten Tag entgegenschlummern, walken die Bäcker bereits fleißig den Teig. Mehr als 30 Brötchensorten und ebenso viele Sorten Brot stehen im Angebot. Stolz sind die Bäcker auf ihre Eigenkompositionen, etwa die beliebte »Kliffkante«, ein knackiges Mehrkornbrötchen. Derweil steht bei den Brotsorten das »Friesenbrot«, ein dunkles Vollkornbrot, hoch im Kurs. Und bei den Kuchen sind der »Friesenpai« und die »Friesentorte« - beides wird nach altem Rezept mit selbstgemachtem Pflaumenmus angerichtet - besonders beliebt.

Zu den begehrten Mitbringseln für die Daheimgebliebenen schließlich zählen die »Friesenkekse« - sie gehen in den Bäckereien weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln ...